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FAQ

  • Was wird Gemeinden/Entsorger:innen empfohlen?
    Bleiben Sie über das nationale System informiert, indem Sie sich für den Newsletter eintragen. Gerne beraten wir Sie in einem persönlichen Gespräch, wenn Sie über die Erteilung oder Erneuerung einer Konzession auf Ihrem Gebiet nachdenken.
  • Welche Kosten entstehen für die Gemeinde/Sammelstelle? Wie hoch ist die Entschädigung?
    Jede Sammelstelle – unabhängig von der zu sammelnden Fraktion – verursacht Kosten. Bei RecyPac werden die Sammelstellen für ihre Sammelleistungen entschädigt. Dieser Entschädigungskatalog ist service- und leistungsbezogen und wird spätestens Ende 2024 vorgestellt.
  • Wieso braucht es RecyPac, wenn es bereits bestehende regionale Lösungen gibt?
    RecyPac ist eine freiwillige, privatwirtschaftliche Branchenlösung für eine Schweizer Kreislaufwirtschaft. Die Branchenlösung sichert nicht nur die langfristige Finanzierung, sondern garantiert auch die flächendeckende Sammlung und öko-effiziente Verwertung dank Umweltstandards, Transparenz und der Einbindung der ganzen Wertschöpfungskette. Das Einbinden der Produzenten und Inverkehrbringer führt beispielsweise dazu, dass Verpackungen vermehrt kreislauffähig designt und Rezyklate eingesetzt werden – eine Schweizer Kreislaufwirtschaft wird ermöglicht. RecyPac will die Sammelmengen steigern und die Qualitäten sicherstellen, um die ambitionierten Ziele von 55% Recyclingquote für Kunststoffverpackungen und 70% für Getränkekartons zu erreichen. Durch die höheren Mengen wird es aber auch für Sortierer und Recycler interessant, Investitionen in Schweizer Sortier- und Recyclinganlagen zu tätigen. Nur gemeinsam – als Zusammenschluss der Branche – erreichen wir die Ziele und schaffen eine langfristige, nachhaltige Lösung für die Verpackungen.
  • Wie werden die unterschiedlichen Akteure der Wertschöpfungskette eingebunden?
    Die Einbindung der ganzen Wertschöpfungskette ist wichtig für das Gelingen des Systems. Die Materialorganisation ist als Verein konzipiert und hat verschiedene Gremien (Mitgliederversammlung, Vorstand, Geschäftsführung). Es handelt sich um eine freiwillige Branchenvereinbarung. Alle Akteure der Wertschöpfungskette sind im Vorstand und auch im ganzen System mit unterschiedlichen Rollen eingebunden, auch Vertretungen von Gemeinden.
  • Was geschieht mit den bestehenden Angeboten?
    Um für die Umwelt und die Bevölkerung optimierte Lösungen zu finden, suchen wir die Kooperation mit allen Akteuren. Alle Akteure können in dem teilnehmeroffenen System eingebunden werden – aktuell sind einige Bestehende aktiv dabei während andere noch abwarten. Das Ziel ist ein national harmonisiertes Sammel- und Recyclingsystem. Dabei sind wir interessiert, dass bei steigenden Sammelmengen Investitionen in Anlagen für das Sortieren und Verarbeiten in der Schweiz ermöglicht werden, um die Kreisläufe für Verpackungen zu schliessen.
  • Was bedeutet das für das Abfallmonopol?
    Wir setzen uns gemeinsam mit der öffentlichen Hand dafür ein, dass eine zeitnahe, flächendeckende, einheitliche Sammlung ermöglicht wird. Dafür braucht es pragmatische Übergangslösungen im Rahmen der laufenden Gesetzesanpassungen (Pa.Iv. 20.433 bzw. Motion Dobler 20.3695). Man ist sich einig, dass es eine Branchenlösung, wie dies RecyPac ist, gesichert sein muss, um Handlungs- und Planungssicherheit zu geben und die ökologisch sinnvolle Verwertung zu garantieren.
  • Braucht ein solches System nicht enorme Investitionen in die Sammel-, Sortier- und Recyclinginfrastruktur?
    Eine schweizweite Skalierung erlaubt Skalenerträge zu erzielen, die Logistik optimal auszugestalten und Synerigen zu nutzen, das erlaubt Ineffizienzen von regionalen Lösungen zu überwinden. Steigende Sammelmengen und hohe Qualitäten sind Voraussetzungen dafür, dass Investitionen in Sortier- und Recyclinganlagen in der Schweiz getätigt werden. Das ist in unserem Interesse, denn so können wir die Transparenz und Qualitätsstandards in der Schweiz sicherstellen.
  • Warum braucht es diese Branchenorganisation?
    RecyPac ist eine freiwillige, privatwirtschaftliche Branchenlösung für eine Schweizer Kreislaufwirtschaft. Die Branchenlösung sichert nicht nur die langfristige Finanzierung, sondern garantiert auch die flächendeckende Sammlung und öko-effiziente Verwertung dank Umweltstandards, Transparenz und der Einbindung der ganzen Wertschöpfungskette. Das Einbinden der Produzenten und Inverkehrbringer führt beispielsweise dazu, dass Verpackungen vermehrt kreislauffähig designt und Rezyklate eingesetzt werden – eine Schweizer Kreislaufwirtschaft wird ermöglicht. RecyPac will die Sammelmengen steigern und die Qualitäten sicherstellen, um die ambitionierten Ziele von 55% Recyclingquote für Kunststoffverpackungen und 70% für Getränkekartons zu erreichen. Durch die höheren Mengen wird es aber auch für Sortierer und Recycler interessant, Investitionen in Schweizer Sortier- und Recyclinganlagen zu tätigen. Nur gemeinsam – als Zusammenschluss der Branche – erreichen wir die Ziele und schaffen eine langfristige, nachhaltige Lösung für die Verpackungen.
  • Was macht die Organisation? Ab wann ist sie operativ?
    RecyPac organisiert und koordiniert alle Aufgaben für ein öko-effizientes Sammel- und Recyclingsystem von Verpackungen aus Kunststoff. RecyPac entschädigt erbrachte Leistungen und stellt das übergeordnete Marketing und die Kommunikation sicher. In dem teilnehmeroffenen System können mittels Ausschreibungen Leistungserbringer verschiedene Prozessschritte übernehmen. Das Ziel ist, dass mit der Finalisierung des Geschäftsmodells gegen Ende 2024 die operativen Arbeiten starten.
  • Wie ist RecyPac finanziert?
    Das Sammel- und Recyclingsystem wird grösstenteils nachgelagert über die Sackbeträge der Konsument:innen finanziert. Zusätzlich leisten die Mitglieder von RecyPac für die Overhead-Kosten (z.B. Sensibilisierung) in Form von Mitglieder- und Systembeiträgen eine Art vorgezogene Finanzierung. Die hybride Finanzierungsform erlaubt eine schnelle Einführung und kombiniert die Vorteile der vorgezogenen (Einbindung und Verantwortung der Inverkehrbringer) und nachgelagerten Finanzierung (Einbindung und Verantwortung der Konsument:innen). Eine Weiterentwicklung der Finanzierung, z.B. zu einem rein vorgezogenen Finanzierungsmodell, ist möglich.
  • Wer kann Mitglied werden?
    Alle Akteure der Wertschöpfungskette, Inverkehrbringer, Detailhändler, Verpackungsproduzenten, Entsorger, Recycler, Verbände, die öffentliche Hand oder Dritte, die sich für die Kreislaufschliessung von Kunststoffverpackungen und Getränkekartons einsetzen, können Mitglied bei der neuen Organisation werden. Die Einbindung der ganzen Wertschöpfungskette ist wichtig für das Gelingen des Systems, deshalb ist es auch ein teilnehmeroffenes System.
  • Wann startet die Sammlung?
    Wir arbeiten auf Hochtouren, um eine Sammlung möglichst schnell einzuführen.
  • Wieviel kostet die Mitgliedschaft?
    Die Kosten der Mitgliedschaft richten sich nach der Umsatzstärke oder inverkehrgebrachten Menge von Kunststoffverpackungen und Getränkekartons. 2024 gelten folgende Beiträge: - Grosse Unternehmen: CHF 20’000 - Kleine Unternehmen: CHF 8’000 Details dazu finden Sie in der Beitragsordnung. Wir starten mit umsatzbezogenen Systembeiträge für einen pragmatischen Start in der Aufbauphase, danach soll aber ein Mengenreporting aufgebaut werden. Eine Weiterentwicklung der Finanzierung ist möglich.
  • Wieso soll ich Mitglied werden? Bin ich verpflichtet? Was ist mein Nutzen?
    Wir brauchen eine weitsichtige, nachhaltige Lösung für unsere Verpackungen – alleine geht das nicht, aber gemeinsam, als Zusammenschluss der Branche ist es möglich. Eine freiwillige, privatwirtschaftliche Branchenlösung, die die die langfristige Finanzierung sichert und die flächendeckende Sammlung und öko-effiziente Verwertung garantiert. Unternehmen, die sich entscheiden, von Anfang an eine aktive Rolle in diesem Recycling-System zu spielen, haben auch die Möglichkeit, die Funktionsweise des Systems zu beeinflussen. Sie profitieren von einem effizienten System dank nationaler Skalierung und Synergienutzung; von einer funktionierenden Kreislaufschliessung mit ambitionierten Zielen und von Rechtssicherheit dank einer kartellrechtskonformen Lösung. Seien Sie als First Mover dabei – werden Sie Mitglied.
  • Wie können die beiden Materialen getrennt werden?
    Die meisten modernen Sortieranlagen sind fast vollständig automatisiert und verwenden eine Vielzahl von Trennwerkzeugen. Anschliessend werden die getrennten Materialien dafür spezialisierten Unternehmen zur Weiterverarbeitung übergeben.
  • Was wird aus den recyceltem Material?
    Kunststoffe können als Sekundärmaterialien im Bau und Garten (z.B. Rohre, Dichtungen, Behälter, Blumentöpfe), in Nicht-Lebensmittelverpackungen und Logistik (Kisten, Paletten, Flaschen), Autoindustrie (Bauteile, Polsterungen), Waren für Haushalt, Büro und Gewerbe (Eimer, Kleiderbügel) und in der Kleiderindustrie (Textilien, Polyester) eingesetzt werden. Getränkekartons werden in einer Papierfabrik so aufbereitet, dass die zurückgewonnenen Kartonfasern für neue Verpackungen aus Wellkarton eingesetzt werden können. Das übrigbleibende Kunststoff-Alu-Gemisch, kann zur Herstellung von Papier- und Seifen-Spendern und vielem mehr eingesetzt werden.
  • Sind Mehrwegverpackungen nicht besser als Einwegverpackungen?
    Mehrwegverpackungen sind in vielen Fällen umweltfreundlicher als Einwegverpackungen. Auf Grundlage eines wissenschaftlich belastbaren Life Cycle Assessment sollte in diesen Fällen eine Umstellung erfolgen. Man sollte aber nicht generell alle Einwegverpackungen zugunsten von Mehrweg ablehnen. Dies kann, z.B. bei langen Transportwegen oder aufwendigen Reinigungsverfahren, sogar zu höheren Umweltbelastungen führen. Recycling ist ein Teil der Lösung und kann mit einem Mix von anderen Massnahmen, wie Reduce und Reuse zum grössten Umweltnutzen führen. RecyPac setzt sich für ein nachhaltiges Kreislaufsystem mit einem ganzheitlichen Zielsystem ein.
  • Ich möchte sammeln, was kann ich tun?
    Wir arbeiten aktiv an der Umsetzung der Sammlung und wollen eine schweizweit harmonisierte Lösung bieten, so dass man als Konsument:in längerfristig sowohl bei kommunalen oder privaten Sammelstellen als auch im Detailhandel kostenpflichtig Säcke zur Sammlung der Verpackungen aus Kunststoff und Getränkekartons beziehen und zurückbringen kann.
  • Warum lohnt es sich Kunststoff und Getränkekartons zu recyceln? Was bringt es der Umwelt?
    Verschiedene Studien aus der Schweiz belegen den Umweltnutzen des Kunststoff- und Getränkekarton-Recycling im Vergleich zur Verbrennung (z.B. ETH-Studie oder für Getränkekartons). Gemäss einer aktuellen ETH-Studie verursacht 1kg Kunststoff über den gesamten Lebenszyklus 4.9Kg CO2eq. Durch das Recycling und die damit verbundene Einsparung von Neumaterial kann der Emissionsfaktor auf 1.5kg CO2eq gesenkt werden. Mit dem Getränkekarton-Recycling können im Vergleich zur Verbrennung 40% Umweltauswirkungen eingespart werden.
  • Wie stellt man sicher, dass das Material wirklich recycelt wird?
    Die Stoffströme werden von RecyPac transparent aufgeführt und öffentlich publiziert. Ob das Monitoringsystem des VSPR übernommen ist Teil der laufenden Abklärungen.
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